Grundausstattung für School FabLabs

Grundausstattung für School FabLabs

Die Fab Foundation fördert die School FabLab-Idee, denn aus didaktischer Sicht bieten FabLabs für Schulen und Berufskollegs besondere Chancen. Entscheidend für den Erfolg ist engagiertes Lehrpersonal, dass den zusätzlichen Aufwand nicht scheut. Die immer günstiger gewordenen Einsteigergeräte erlauben auch einer Schule, mit ein paar Tausend Euro ein Labor einzurichten. An die Grundausstattung, die von FabLabs erwartet wird (vgl. unten), muss das nicht heranreichen. Zu Ihrer Orientierung haben wir eine Liste erstellt, die neben den Big 4 des FabLabs (3D-Drucker, Laserschneider, Schneideplotter, CNC-Fräse / vgl. Lehrerfortbildung Baden-Württemberg) auch weitere Materialien in einem Gesamtwert von ca. 15.000 Euro enthält. Je nach Ausrichtung ihres School FabLabs, können manche Dinge überflüssig sein oder fehlen. Besonders hinweisen möchen wir auf den Lasercutter Fabulaser mini, den Daniele Ingrassia speziell für School FabLabs entwickelt hat. Er ist als Bausatz erhältlich und kann in unseren zdi-Workshops gemeinsam mit Schüler*innen gebaut werden.

(Anmerkung: Die Fab Foundation hat eine sehr umfangreiche Inventarliste mit Artikeln zusammengestellt, deren Kauf sie zur Ersteinrichtung eines FabLabs empfiehlt. Diese Liste wird ständig aktuell gehalten. Sie enthält vom Laserschneider über zahlreiche Elektronikbauteile bis zum Kugelschreiber rund 1000 Artikel im Gesamtwert von etwa 110.000 US-Dollar.)

Das Making-Handbuch "Maker Spaces in der Schule: So geht Lernen heute" ist ein gemeinsames Projekt von „Junge Tüftler*innen“, Konnektiv und Save the Children Deutschland e.V. Hier werden Ihnen Ideen und Anregungen vorgestellt, um einen Maker Space auch in Ihrer Einrichtung Realität werden zu lassen. Obwohl für den Hochschulbereich gedacht, bietet das "Handbuch Fab Labs: Einrichtung, Finanzierung, Betrieb, Forschung & Lehre" sehr nützliche Informationen z.B. zur Ausstattung.

Corporate Design

Corporate Design

Eine Stärke der FabLab-Idee ist ihre Vernetzung – regional und international. Dazu will unser Netzwerk durch ein einheitliches Erscheinungsbild beitragen. Bitte beachten Sie diese Richtlinien für die Gestaltung ihrer Kommunikationsmittel und verwenden Sie diese Logos (Logo horizontal / Logo vertikal) für ihre Öffentlichkeitsarbeit. Das Poster "Fab I Can" stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung und helfen Ihnen bei der Herstellung von T-shirts für Ihr Team.

Open Source

Open Source

Der Open Source-Gedanke ist zentral für die FabLab-Bewegung. Soft- oder Hardware kann kostenfrei genutzt, an die eigenen Bedürfnisse angepasst und weiterverbreitet werden. Auch für unser Netzwerk wollen wir preiswerte und für den Gebrauch in Schulen geeignete Geräte entwickeln. So hat Daniele Ingrassia im FabLab Kamp-Lintfort einen Open Source-Bausatz für einen günstigen Lasercutter entwickelt- den FabLaser mini. Weiter realisiert hat er die folgenden Maschinen: Der "LaserDuo" verfügt über zwei Lichtquellen und ermöglicht die Arbeit mit verschiedensten Materialien und großen Gegenständen (mehr). Ein Projekt ist ein großer 3D-Drucker - der BigFDM . Er misst 800 mm × 800 mm × 900 mm. Der Materialwert liegt bei 2700 Euro (mehr) .Ein anderes Beispiel ist das von uns entwickelte Open Source Visier zur Verringerung der Gefahr durch Tröpfcheninfektion (COVID-19).

Making und der Medienkompetenzrahmen NRW

Making und der Medienkompetenzrahmen NRW

„Maker Education“ eröffnet Spielräume für projektbasierte Lernformate im Unterricht, insbesondere wenn inhaltlich verwandte Kompetenzen aus verschiedenen Fächern bedacht werden. Medienproduktion und Informationskompetenz werden durch die Einbettung digitaler Kompetenzen in einen Sinn- und Lebenszusammenhang gefördert. Damit erwerben Schülerinnen und Schüler wichtige Voraussetzungen, um in einer komplexen globalen Welt
zukunftsfähige Lösungen zu finden. Zu dieser Herausforderung bietet der Medienkompetenzrahmen NRW eine wichtige Orientierungshilfe für Lehrkräfte. Das FabLab-Vorhaben spricht durch die Themenbereiche „Digitale Fertigung“, „Making“ und „Open Source“ Inhalte in allen sechs Bereichen des Medienkompetenzrahmens NRW an.

Unterricht - Fab I Can

Unterricht - Fab I Can

Gerne weisen wir auf das SCOPES-DF Projekt der Fab Foundation hin. Hier finden Sie u.a. Anregungen für den MINT-Unterricht und eine Beschreibung von Fabber-Kompetenzen.

Anregungen für den erfolgreichen Einsatz von 3D-Druck-Verfahren im Schulunterricht gibt es beim Kultusministerium Baden-Württemberg. Die TüftelAkademie - Lernplattform von Junge Tüftler - wurde ins Leben gerufen, um Lehrerinnen und Lehrer zu befähigen, digitale Bildung in ihre Arbeit und den Unterricht mit den Schüler*innen zu integrieren. Auf der Website www.tueftelakademie.de findet ihr kostenloses Material für den digitalen Unterricht, darunter Tüftelinspiration, Unterrichtsabläufe mit Arbeitsblättern, Lernkarten und Tüftelanleitungen. Diese helfen, eine fundierte algorithmische Bildung in den Unterricht zu integrieren.

'Die Digitale Manufaktur' ist das Projekt von Lehrer Gerhard Mattissen und Fablab-Mitarbeiter Marc Kohlen. Die Unterrichtsreihe entstand im Rahmen einer Schüler AG. In dem Kooperationsprojekt durchlaufen die Schülerinnen und Schüler die komplette Prozesskette der digitalen Fertigung vom 2D-Entwurf bis zum 3D-Objekt. Zwei Jahre wurde entwickelt und optimiert, wie man den digitalen Wandel nachhaltig in schulische Ausbildung integrieren kann. Ihre Erfahrungen wollen Gerhard Mattissen und Marc Kohlen in Form eines Arbeitshefts für Schulen zur Verfügung stellen. Philipp Lemke, Schüler unseres Netzwerkpartners Gymnasium Filder Benden in Moers, hat ein Handbuch zum Thema 3D-Druck geschrieben und veröffentlicht.

Das Projekt “IoT in Education – We are the Makers!” hat interessante interdiziplinäre Lerneinheiten entwickelt.  Der Sammelband „CHANCE MAKERSPACE: Making trifft auf Schule“ beschäftigt sich neben der Klärung von grundlegenden Perspektiven rund um das schulische Making mit konkreten Erfahrungen aus der schulischen und außerschulischen Praxis. Was passiert, wenn die Maker-Idee direkt auf Schule trifft? Welche Rahmenbedingungen braucht es für eine erfolgreiche Implementation? Expert*innen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland diskutieren Best-Practice-Beispiele sowie didaktische und konzeptionelle Fragen.

Willi Weitzel druckt 3D